Orgeln der Gemeinde

So unterschiedlich sich unsere Kirchen präsentieren - von der romanischen Architektur in Rheinkassel bis hin zum letzten Kirchenneubau des Erzbistums Köln in Blumenberg -, so verschieden klingen auch die fünf Instrumente.

Die kleinste Orgel steht in St. Amandus. Dort finden wir elf Register, von denen vier noch aus der alten Orgel von 1789 stammen. Der Erbauer, Johann Georg Arnold, baute anschließend (1790) das Instrument im damals noch unvollendeten Kölner Dom. Somit besitzen wir in St. Amandus einen wertvollen historischen Pfeifenbestand aus dem 18. Jahrhundert. Die Orgel in der jetzigen Form wurde von der Kölner Firma Willi Peter im Jahre 1981 erbaut. Ganz aktuell führt die Pulheimer Werkstatt TastenReich im Oktober 2018 eine Reinigung durch. 

In St. Marien verteilen sich fünfzehn Register auf zwei Manuale und Pedal. Die Orgel stammt aus der Schweiz und wurde 1945 (!) von der renommierten Firma Metzler für das Lehrerseminar in Fribourg erbaut. Im Jahre 2009 transferierte die Firma TastenReich das Instrument nach Fühlingen.  Optisch und klanglich passt sie gut in den mittlerweile renovierten Kirchenraum. Im Abnahmebericht vom Februar 2009 heißt es wörtlich: „Obwohl die Orgel schon über sechzig Jahre alt ist, klingt sie sehr frisch und übertrifft manch wesentlich jüngeres Instrument (…)  in Sachen Eleganz und Charakter um Längen.“

Etwas größer ist die Orgel in St. Katharina von Siena. Erbaut wurde das neueste Instrument unserer Pfarrei im Jahre 2004 von der Firma Weimbs aus Hellenthal.  Optisch präsentiert sich die Orgel in einem sehr modernen Gewand. Auf einem Betonsockel steht das Pfeifenwerk, als Gehäuse fungieren einfache Holzlatten. Als Schutz gegen herabfallende Partikel und Mörtel der Betondecke erhielt das Werk im September 2018 ein durchgehendes Holzdach. Musikalisch orientiert sich die Orgel an romantischen Vorbildern, wie sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts vor allem in Frankreich gebaut wurden. Die kathedralartige Akustik der Blumenberger Kirche mit ihrem langen Nachhall verhilft den sechzehn Registern zu einem symphonischen Klangcharakter.

In St. Johann Baptist steht seit dem Jahre 1991 eine weit über die Pfarreigrenzen hinaus bekannte Orgel der dänischen Werkstatt Marcussen. Diese Firma, die weltweit in Kathedralen und Konzerthäuser baute und baut, gehört europaweit zu den führenden Adressen. Die Orgel in Thenhoven ist ein Neubau mit achtzehn Registern und Zimbelstern, wobei der historische Prospekt (die Schauseite) von Peter Weidtmann übernommen wurde. Dieser stand seit 1710 in der Kirche St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer und gelangte 1877 nach St. Johann Baptist. Übrigens: Ebenfalls von Weidtmann stammt der Prospekt der kleinen Orgel am Marienaltar des Kölner Doms – die Parallelen sind nicht zu übersehen. Viele Fachleute sehen in der Marcussen-Orgel ein ideales Instrument, um barocke Musik und somit die Werke von Johann Sebastian Bach adäquat aufzuführen. Im Gästebuch der Orgel schrieb im Oktober 1991 der damalige Wiener Domorganist Peter Planyavsky: „Nach längerer Zeit wieder einmal an einer Marcussen-Orgel – wohl der einzigen in weitem Umkreis hier? Es ist ein Vergnügen, mit dieser sensiblen und runden Orgel zu musizieren. Viel Freude darauf!“ 

Die größte Orgel unserer Pfarrei steht in St. Pankratius. Sie hat 31 Register, wobei die insgesamt 2.224 Pfeifen einen gewaltigen symphonischen Klang erzeugen. Erbaut wurde das Werk im Jahre 1998 durch die Kevelaerer Werkstatt Romanus Seifert. Dabei wurde der alte Prospekt integriert. Dieser Prospekt schmückte seit etwa 1750 die Orgel in der alten Worringer Kirche am Maat. 1838 transferierte man das Instrument an den jetzigen Standort in der wesentlich größeren Pfarrkirche. Nach einigen Erweiterungen und Reparaturen entschied man sich 1995 für einen kompletten Orgelneubau. Bei der üppigen Registeranzahl kann man sehr gut romantische Literatur, etwa von Vierne und Widor, interpretieren. Die kleinste Pfeife ist nur 3 Zentimeter lang, während der tiefste Ton aus einer über fünf Meter langen Holzpfeife tönt.

Man sieht und hört: Beim Rundgang durch unsere Kirchen können wir eine sehr bunte und interessante „Orgellandschaft“ kennenlernen, die bis nach Skandinavien und in die Schweiz führt. Unsere Pfarrei verfügt über die einzige Marcussen-Orgel im Erzbistum Köln. Gleiches gilt für die Metzler-Orgel in Fühlingen.

Zum Schluss noch etwas für Zahlenliebhaber: Zusammengerechnet klingen in den fünf Kirchen 91 Register mit insgesamt 5.742 Pfeifen. Wenn man heute alle fünf Orgel komplett neu bauen würde, müsste man mindestens zwei Millionen Euro aufbringen. Beeindruckende Zahlen und ein Beweis für die These, dass wir auch mit ein wenig Stolz auf unsere fünf Orgeln blicken können!

 

(Eckhard Isenberg, Kantor)   

St. Pankratius am Worringer Bruch

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