St. Pankratius am Worringer Bruch
Katholische Kirchengemeinde Hl. Johannes XXIII Köln
Katholischer Kirchengemeindeverband Kreuz-Köln-Nord

Ev. Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden

 

Wir gedenken gemeinsam verstorbener Kinder und in besonderer Weise auch Sternenkindern, die nie das Licht der Welt erblicken durften und laden ein:

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Am Sonntag,  13.12.2020  - Weltgedenktag verstorbener Kinder
Kath. Kirchengemeinde hl. Johannes XXIII Köln /Kindernöte e.V.

19.00 Uhr           Lichterfeier in der Kirche Hl. Johannes XXIII. am Weltgedenktag verstorbener Kinder

                               Pariser Platz / 50765 Köln-Chorweiler

 

Bitte stellen Sie um 19.00 Uhr ein Licht in Ihr Fenster - zum Gedenken an verstorbene Kinder

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Gesprächsangebot zur Trauerbewältigung

Über  das Angebot von Andachten hinaus besteht ein Gesprächsangebot für Eltern von Sternenkindern in den Räumen von Kindernöte e.V. in der Florenzer Str. 84 in Köln Chorweiler. Alle Eltern sind willkommen, sich in regelmäßigen Abständen zu treffen und auszutauschen. Die Treffen sind kostenfrei und unverbindlich. Vor dem Gespräch sollte Kontakt aufgenommen werden mit:
- Sabine Lieder, Hebamme, Kindernöte e.V., Tel. 0221/16920095
- Birgitta Beusch, Gemeindereferentin Kath. Kirchengemeinde Hl. Johannes XXIII, Köln
  Tel. 015232093980
Zum Zeitpunkt der Pressemitteilung standen die Termine nicht fest. Sie können bei Bedarf unter den o. a. Telefonnummern erfragt werden.

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Was ist ein Sternenkind?

Ein Sternenkind ist ein Kind, das vor der Geburt im Bauch der Mutter stirbt. Dies geschieht - besonders in der frühen Schwangerschaft - sehr häufig. Wer ein solches Trauma selbst erlebt oder begleitet hat, weiß, wie erschütternd diese traurige Erfahrung sein kann.

 

Ihr Kind darf einen Namen tragen .....

Eine bedeutende Gesetzesänderung von 2013 erkennt seither die Trauer aller Betroffenen an und bezeugt nachdrücklich die Würde des Menschen von Anfang an: Ein Kind, das ungeboren verstirbt, kann beim Standesamt namentlich registriert werden, unabhängig von seinem Entwicklungsstadium.  Es kann beerdigt werden, unabhängig von Größe, Gewicht oder dem Fortschritt der Schwangerschaft.

Friedhof für Sternenkinder auf dem katholischen Friedhof in Roggendorf-Thenhoven

Durch den großen Zuspruch, den das Projekt "Sternenkinder am Worringer Bruch" von Beginn an erfahren hat, konnte eine Stahl-Skulptur mit Hilfe von Spenden realisiert werden, die den Trauerort tröstlich einrahmt. Zwei abgeschrägte Stahlwände umschließen das Gräberfeld ellipsenförmig. Die farbigen Kunstglas-Elemente in den sternenförmigen Durchbrüchen der Wände machen diesen Ort spürbar zu einem Symbol von Trauer und Hoffnung.
Gräbergarten und Trauerort

Die Möglichkeit der Bestattung ihres Sternenkindes  steht allen betroffenen Eltern ohne Ansehen ihrer Konfession, Nationalität oder ihres Wohnortes offen.


Wenn Sie für Ihr Sternenkind eine Bestattung auf unserem Sternenkinder-Friedhof wünschen, wenden Sie sich bitte zur Absprache von Einzelheiten an: 
Pastoralbüro St. Pankratius am Worringer Bruch, St. Tönnis-Str. 33, 50769 Köln. Tel. 0221-1261400

Anschrift Katholischer Friedhof in Roggendorf/Thenhoven, Heinrich-Latz-Str., 50765 Köln

 

Weitere Informationen befinden sich auf dem Blog www.einsternenkind.wordpress.com

 

Weltgedenktag verstorbener Kinder:

Am zweiten Sonntag im Dezember gedenken weltweit Angehörige ihrer verstorbenen Kinder. Dieser findet in diesem Jahr am 13.12.2020 statt. Stellen Sie an diesem Abend um 19.00 Uhr eine Kerze für verstorbene Kinder in Ihr Fenster.

Durch die Zeitverschiebung von jeweils einer Stunde erlöschen die Kerzen in einer Zeitzone und werden in der nächsten entzündet. Dadurch entsteht der Einddruck einer Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die gesamte  Erde wandert.

 

Worldwide Candle Lighting: https://de.wikipedia.org/wiki/Worldwide_Candle_Lighting

 

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Artikel über eine Familie, die ihr Sternenkind bestattet hat:

„Es hat doch noch nicht gelebt“

Im Mai 2020 bestattete  die Familie Eva und Frank K.  (Namen wurden geändert) ihr drittes Sternenkind auf dem Gräberfeld der katholischen Pfarrgemeinde St. Pankratius am Worringer Bruch. Sie haben einen Ort gefunden, an dem die junge Familie mit ihren drei Kindern im Alter von 3, 5 und 7 Jahren trauern können.

Sternenkinder sind Kinder, die nie das Licht der Welt erblicken, sie versterben vor oder während der Geburt.  Wenn Eltern mit dem Tod des ungeborenen Säuglings konfrontiert werden, bricht für sie eine Welt zusammen. Alle Freude und Hoffnung sterben, weil sie nach der Geburt ihr Baby nicht im Arm halten und nach Hause bringen können. Das Leben ändert sich schlagartig. 

Wenn das Unfassbare geschieht,  kann die Umwelt mit dem Schmerz der Betroffenen oft nicht  umgehen. Erst Recht verstehen sie nicht, dass ein so kleines Baby, das für sie noch gar nicht sichtbar war, sogar beerdigt werden soll. Das kann Familie K. nur zu gut bestätigen: „Es gab Menschen, die unseren Schmerz nicht verstanden und akzeptiert haben. Sie reagierten verständnislos, unsensibel und respektlos auch auf unsere Entscheidung, unser 18 Wochen altes Sternenkind bestatten zu wollen. Wir konnten uns oft anhören ‚Ihr habt doch drei gesunde Kinder‘, ‚Man kann doch nochmal neu machen‘ oder ‚es hat doch noch nicht gelebt, ihr übertreibt es‘. Aber es gab auch Menschen, die uns viel Zuspruch und Trost gegeben haben und auch die Bestattung eine schöne Idee fanden. Sie gehen auch regelmäßig mit auf den Friedhof. Von ihnen fühlt man sich verstanden und sie geben einem viel Kraft. „

Das erste Sternenkind der Familie starb in der 12. Schwangerschaftswoche und wurde in einem Sammelgrab auf dem Melaten-Friedhof beigesetzt. Das zweite Sternenkind verlor Eva K, bevor die Schwangerschaft erst richtig festgestellt wurde. „Wir sind bis heute unglücklich darüber und konnten es nie verarbeiten, weil eine Sammelbestattung für uns nicht die richtige Entscheidung war, was wir im Nachhinein  feststellten. 

Wir wurden auf den Sternenkinderfriedhof in Roggendorf-Thenhoven 2017 beim Taufgespräch für unsere drei lebenden Kinder aufmerksam gemacht. Bei dem Gespräch mit dem Diakon der Pfarrei St. Pankratius am Worringer Bruch hat unser ältester Sohn von unseren zwei Sternenkindern erzählt.  Der Diakon sagte, dass auf dem Gräberfeld ein Stern für alle unvergessenen Sternenkinder aufgestellt wurde – also auch für unsere beiden. Wir haben uns bei unserem 3. Sternenkind für die Beerdigung in Roggendorf-Thenhoven entschieden, weil es so ein schöner und fröhlicher Ort ist.“

Wenn Eltern  auf dem katholischen Friedhof in Roggendorf-Thenhoven ihr Sternenkind beerdigen möchten,  müssen sie nicht katholisch sein. Auf Wunsch kann ein Seelsorger angesprochen werden. Der Diakon der Pfarrei St. Pankratius am Worringer Bruch begleitete die Familie K. in ihrer Trauer und bei der Beerdigung:  „Wir haben in der Zeit mit ihm viel Trost und Hoffnung erfahren. Der Diakon steht uns allen auch heute noch mit Rat und nützlichen Tipps zur Seite und gibt uns viel Kraft.  Wir empfehlen sehr gerne, sich einem Seelsorger/einer Seelsorgerin anzuvertrauen, weil reden so gut tut. Der Gedanke, dass unsere Kinder bei Gott im Himmel nicht alleine sind, ist so tröstlich. Wir können damit das Geschehene besser akzeptieren.“

Die Geschwister von Nika – so heißt das Sternenkind – waren über den Tod sehr niedergeschlagen und traurig, weil sie sich so auf die Geburt des Schwesterchens gefreut hatten.  Natürlich waren sie auch dabei, als Nika in dem kleinen Sarg – einer kleinen runden Schachtel – bestattet wurde. Eva K: „Jedes Geschwisterchen hat ein Herz gebastelt und was drauf gemalt. Dieses Herz haben sie dann bei der Beerdigung ins Grab gelegt. Wir gehen mit den Kindern ein Mal in der Woche zum Grab, da reden sie mit Nika. Auf dem Grab ist ein Engel, dem sie immer ein Küsschen geben für Ihre Schwester.„

Eva und Frank K. haben Frieden gefunden. Sie möchten anderen Betroffenen etwas mit auf den Weg geben:

„Eltern sollten immer zusammenhalten und das Geschehene zusammen verarbeiten. Wir empfehlen ihnen die Bestattung auf einem Sternkinder-Friedhof, um einen Ort zu haben, an dem man sich dem Kind verbunden fühlen und trauern kann. Nie auf andere hören, negative Bemerkungen überhören und den Mut haben, mit der Trauer und Beerdigung den eigenen Weg zu gehen.“

Marita Heider
Sternenkinder am Worringer Bruch

Sternenkinder am Worringer Bruch

Sternenkinder

"Ich habe dich bei Deinem Namen gerufen"  Jesaja 43.1

Ihr ungeboren verstorbenes Kind darf einen Namen tragen ... Nicht nur in Ihrem Herzen, Sie können es auch offiziell beim Standesamt registrieren und auf unserem Friedhof bestatten lassen. 

Auf Initiative der Projektgruppe "Sternenkinder am Worringer Bruch" ist auf unserem kath. Friedhof im Stadtteil Roggendorf/Thenhoven ein Gräbergarten und Trauerort entstanden. Er soll dem großen Schmerz der Eltern und dem Gedenken an das Ungeborene einen Raum geben.

Die Bestattung ist konfessionsunabhängig und nicht an den Wohnort der Eltern gebunden.  Bitte wenden Sie sich an einen Bestatter Ihres Vertrauens - er wird mit unserem Pastoralbüro Kontakt aufnehmen:

Kontakt Pastoralbüro:
Tel. 0221-12614000

Anschrift des Friedhofes:
Heinrich-Latz-Straße
50769 Köln Roggendorf-Thenhoven

Anschrift der Kirche:
St. Johann-Baptist
Baptiststr. 35, 50769 Köln
Kirche geöffnet: dienstags-sonntags von
09.00 - 16.00 Uhr,

Das Seelsorger-Notfalltelefon der Gemeinde ist unter der folgenden Nummer erreichbar: 
Tel. 0170-2314180

Katholische Telefon-Seelsorge Köln: Anonym, kompetent und rund um die Uhr: 
Tel. 0800-1110222

Viele wichtige Informationen finden Sie auf unserem Blog http://www.einsternenkind.wordpress.com
Kontakt: e-mail sternenkinder@pankratius.info; Projektleitung: Marita Heider, Tel. 0172 2607047

St. Pankratius am Worringer Bruch

Zentrales Pastoralbüro

St. Tönnisstr. 33
50769 Köln-Worringen

Das Pfarrbüro ist aufgrund der aktuellen Corona-Lage für die Öffentlichkeit geschlossen und nur telefonisch erreichbar. 

Bei dringenden Anliegen, die ein persönliches Erscheinen notwendig machen, bitten wir um telefonische Terminvereinbarung.

Bitte denken Sie an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln! Zutritt nur mit Mund-Nasen-Schutz!

 

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