Gesichter unserer Gemeinde. In Corona aktiv bei den Kommunalwahlen in Köln

stark

 
#STARKeWahlen2020!

in Worringen und Roggendorf/Thenhoven

 

Trotz Corona: die Kommunalwahlen finden am 13.9.2020 statt.

Dabei haben die Bürgerinnen und Bürger im Kölner Norden gleich mehrere Stimmen. Gewählt wird direkt der Oberbürgermeister/die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, die Vertretung unserer beiden Heimatorte im Rat der Stadt Köln, das Bürgerparlament des Stadtbezirkes Chorweiler und die Vertretung für den Integrationsrat der Stadt Köln. Das Besondere: Wählen darf man ab 16 Jahren!

"Stark" für die Wahlen im Kölner Norden machen sich die Kolpingfamilie Worringen und die Pfarrgemeinde St Pankratius am Worringer Bruch mit den beiden Kirchorten St. Pankratius und St. Johann Baptist. 

Christen und Wahlen? Klar! Schon Paulus erwähnt in der Apostelgeschichte der Bibel die Klärung von Angelegenheiten in gesetzesmäßigen Versammlungen. Demokratie hat eine lange Tradition und fällt nicht vom Himmel.

So ist die Aktion "#StarkeWahlen 2020!" im Bündnis mit evangelischen Christen und anderen Religionen entstanden. Der Bürgerplattform "Stark! im Kölner Norden" geht es darum, Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, ihr Wahlrecht auszuüben. „Bei einer Wahlbeteiligung 2014 von unter 30 Prozent ist das dringend geboten", so Heinz-Josef Peters vom Aktionsteam.

Interesse mitzumachen? 

Wir stellen kostenlos eine Plattform (siehe Bild) zur Verfügung. Auch Dein/Ihr Bild könnte hier stehen. Ganz persönlich mit eigenem Text „Ich gehe wählen, weil....“ und dem Logo Eures/Ihres Vereins oder Gruppierung. Dazu sind wir mit den örtlichen Vereinen derzeit im Gespräch. Die jeweiligen Bilder sind zum Posten in den sozialen Medien oder zum Versand als SMS oder Email an wahlberechtigte Bekannte oder Vereins- bzw. Gruppenmitglieder gedacht. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wann geht es los? Sofort!

Wo bekomme ich weitere Infos?

·         bei Heinz-Josef Peters, Roggendorf/Thenhoven (h.j.peters@netcologne.de bzw. Tel. 0157 51579654) oder

·         bei Jürgen Peters, Worringen (peters-ferien@gmx.de bzw. 0221 783175).

Jürgen Peters

Pfarrgemeinde St. Pankratius am Worringer Bruch

 

Wir sind stolzes Mitglied der Bürgerplattform Stark! Im Kölner Norden

Gründung der Bürgerplattform in der Kölner Flora im Oktober 2015 (c) Hubert Brand/Brandfoto

 

Im Oktober 2015 haben sich 30 Gruppen aus dem Kölner Norden mit 800 Menschen öffentlich zueinander bekannt und sich in Folge auf den Weg gemacht, die Themen des Kölner Nordens konstruktiv miteinander zu verhandeln.

 

Die kath. Kirchengemeinde St. Pankratius war eine der ersten Gruppen, die sich am Aufbauprozess beteiligte.

Eine Bürgerplattform ist ein Zusammenschluss von Gruppen, mit dem Ziel mit Entscheidungsträgern auf Augenhöhe zu verhandeln. Auf Basis demokratischer Entscheidungen verständigt sich die Bürgerplattform jeweils auf verschiedene Themenschwerpunkte, an denen sie dann kontinuierlich arbeitet. Die Bürgerplattform ist dabei ideologisch, religiös und parteipolitisch unabhängig und verzichtet bewusst auf die Annahme von Steuergeldern. Sie finanziert sich durch die Mitgliedsbeiträge der Gruppen sowie durch Spenden von Verbündeten. STARK! im Kölner Norden ist mit Berliner Bürgerplattformen sowie mit Organisationen in Großbritannien (CITIZENS UK) und Nordamerika (IAF Industrial Areas Foundation) verbunden. Die deutschen Bürgerplattformen werden vom Deutschen Institut für Community Organizing (DICO) an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) begleitet. Derzeit arbeiten 30 Gruppen (Kirchengemeinden, Moscheen, Vereine, Nachbarschaften) als Bürgerplattform Stark! im Kölner Norden zusammen.

 

Die Kirchengemeinde brachte Engagierte aus der Bürgerplattform mit den Bewohnern aus dem Mönchsfeld zusammen.

Bewohner des Mönchsfeldes erzählten ihre Geschichte auf der Gründungsveranstaltung am 18.10.2015 in der Kölner Flora: "Wir müssen in asbestverseuchten Schlafzimmern schlafen - die Fenster sind kaputt - die Wände beschmiert - vor unserem Haus werden Drogen konsumiert - es herrscht Gewalt - Mieter schmeißen ihren Müll vom Balkon - und keiner kümmert sich darum."

Zu diesem Zeitpunkt brachte die kath. Kirchengemeinde St. Pankratius mit der neugegründeten internen Gruppe 200+ unter Federführung des Seelsorgers Diakon Matthias Gill die Situation im Mönchsfeld in den Themenfindungsprozess der BP Stark! im Kölner Norden ein.

Die Geschichten aus dem Mönchsfeld waren besonders beeindruckend. Vor allem da trotz der Mängel und Frustrationen auch immer wieder deutlich wurde, dass sich die Bewohner selbst auf den Weg machen, um in ihrer Nachbarschaft etwas zu ändern.

Heinz Thomm, der Kümmerer im Mönchsfeld ist immer noch beeindruckt über das erste Zusammentreffen mit der BP: "Wir saßen in unserer Küche und es hörte endlich mal jemand zu, wenn wir von den Problemen berichteten." Gemeinsam wurden Fragebogen entwickelt, von den Bewohnern verteilt und bearbeitet. Aus dem Rücklauf ergab sich eine Prioritätenliste, um mit dem Eigentümer in Verhandlung zu treten.

Eine erste Kontaktaufnahme mit dem Regionalleiter der Vonovia zeigte direkt eine positive Resonanz und die Treffen in Thomms Küche fanden nun unter Beteiligung der Vonovia statt. Die Verhandlungen und Zusammenarbeit waren von Anfang an sachlich und lösungsorientiert.

Bereits am 01.06.16 konnten wir auf unserer ersten Vollversammlung und öffentlichen Aktion im Pfarrzentrum Blumenberg erste Erfolge festmachen und uns auf folgende Punkte einigen:

  • Reparaturen am Dach, Sanierung der Eingangsbereiche bis Sommer 2016
    Reparaturen in den Wohnungen zeitnah (Asbest-Sanierung)
    Ansprechpartner zu Bearbeitungsständen
    persönliche Ansprache bei Verstößen gegen Hausordnung durch Vermieter
    Einrichtung eines Objektbetreuerbüros
    Sicherheitsdienst für 4 Wochen in den Abendstunden
    Darüber hinaus finden alle zwei Wochen Sprechstunden der Polizei im Büro vor Ort statt.

 

Community Organizing

Die Veränderungen im Mönchfeld stehen exemplarisch dafür, wie Menschen mit dem Ansatz des Community Organizing handlungsfähig werden können. Ursprünglich in den USA verbreitet, ist Community Organizing und der Aufbau von Bürgerplattformen seit den 1990er Jahren auch in Deutschland angekommen. Das Deutsche Institut für Community Organizing (DICO) an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) unter Leitung von Prof. Dr. Leo Penta begleitet bereits in Berlin drei Bürgerplattformen und auch in Köln ist zum 18. Oktober 2015 eine weitere Bürgerplattform entstanden.

Das DICO versteht sich selbst als Kompetenzzentrum in der Ausbildung von Community Organizern und der Begleitung von Aufbau- und Kampagnenprozessen von Bürgerplattformen. Prof. Dr. Leo Penta ist selbst katholischer Priester der Diözese Brooklyn und hat in den 1980er über Hannah Arendt in Berlin promoviert. Nach Tätigkeiten als Community Organizer in Phildelphia und Lehrtätigkeiten in …. ist er seit 1996 Professor für Gemeinwesenarbeit an der KHSB.

 

Unser Beispiel Mönchsfeld

Im Mönchsfeld zeigt sich exemplarisch, wie Bürgerplattformen nach einer Gründung arbeiten. Es ist bei allen Themen immer der Dreiklang aus Vorbereitung-Durchführung-Auswertung, der in einer konstanten Schleife Reaktionen hervorruft (Stiftung Mitarbeit 2003), die dann wieder in neue Handlungen übergehen. Zentrales Element dabei sind die vertrauensvollen Beziehungen, die im Aufbauprozess geschaffen wurden (Penta 2007, S. 219ff) und die Bereitschaft, miteinander Macht aufzubauen (StadtMigration 2016). Nur indem die Bereitschaft besteht, Spannungen aufzubauen, kann auch Bewegung erfolgen, oder wie Saul Alinsky es ausdrückt: „Action comes from keeping the heat on. No politician can sit on a hot issue if you make it hot enough.“ (Alinsky 1989). Im Mönchsfeld zeigt sich aber auch, dass nicht von vorneherein eine Drohkulisse aufgebaut werden muss, sondern auch im Erstgespräch gleiche Interessen deutlich werden können. Die Verhandlungspartner werden nicht vorverurteilt, sondern man hört sich erst einmal an, welche Ideen bestehen. Im Falle der Vonovia hatten beide Verhandlungspartner gleiche Interessen, so dass ein konstruktiver Weg von vorneherein möglich war. Dass das nicht immer so ist, zeigen andere Beispiele aus Berlin.

Informationen zur Bürgerplattform "Stark! im Kölner Norden" unter http://stark-koeln.org/

St. Pankratius am Worringer Bruch

Zentrales Pastoralbüro

St. Tönnisstr. 33
50769 Köln-Worringen

Montag: geschlossen

Dienstag: 10.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch: nur nach Terminabsprache
Donnerstag: 10.00 – 12.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr
Freitag: nur nach Terminabsprache

Jederzeit können Sie auf unseren Anrufbeantworter sprechen, wir rufen schnellstmöglich zurück.
Gerne können Sie uns Ihr Anliegen auch per Mail unter
pastoralbuero@pankratius.info 

übersenden.

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