Am 29.03.2020  war "MISEREOR-Sonntag"

misereor_sonntag

Es gab landauf landab zahlreiche Gesten, Ideen, Aktionen und Kreativitäten, um Zeichen der Solidarität zu setzen, beseelt von der Überzeugung einer größeren Gerechtigkeit und eines größeren Friedens. In Familien, in Einzelinitiativen, virtuell, online, in Mailings und sozialen Medien, in Zeitungen, im Radio und Fernsehen, unterstützt von Verbänden, Gruppen, Initiativen, Vereinen, Gemeinden wurde aufgerufen und gesammelt für MISEREOR, da ja die Kollekten in den Gottesdiensten so nicht möglich waren. Großen Dank!

Warum war und bleibt ein Sammeln und Spenden wichtig? Weil wir dem Satz einer Mutter aus dem Libanon nicht gleichgültig gegenüber stehen: "Wir haben viele Gefahren überwunden - in der Hoffnung, dass unsere Kinder eine Zukunft haben." Oder: "Man sagt uns, bleibt zu Hause wegen des Coronavirus! - ich wünschte, wir könnten das," schreibt eine Familie auf ein Plakat, die zusammengepfercht in einem Flüchtlingszeltlager lebt. Oder: weil wir dafür streiten, dass die Misshandlung und Ausbeutung von Menschen und der Schöpfung aufhören. Mit etwa 1.800 Partnerorganisationen sind wird in knapp 90 Ländern unterwegs, um uns unterbrechen zu lassen, von Leid und Schmerz, von Hunger und Krankheit, von Unrecht und Ausgrenzung, von tödlichen Strukturen, um die Sensibilität für die Verletzlichsten aufrecht zu erhalten, ihre Leidensgeschichten nicht zu vergessen und auf die Möglichkeiten und Potentiale dieser Menschen und Gruppen zu setzen.

Dafür waren Sie gestern unterwegs inmitten der Coronakrise, die uns unsere Verwundbarkeit zeigt und uns das Angewiesensein auf andere vor Augen stellt. 

Wir laden Sie ein, weiterhin unterwegs zu sein, weil wir festhalten an der Vision, dass diese Welt eine andere sein kann als sie bisher war und weil wir glauben, dass das Leben über den Tod siegen wird.

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer

 

Die Fastenaktion ist für alle, die Zeit und Herzblut in diese investiert haben, keine einfache Zeit. Auch für uns ist es eine schwierige Situation, da MISEREOR dadurch auch ein beträchtlicher Teil der Spenden in dieser so wichtigen Sammelzeit entgeht.

Deshalb rufen wir Sie auf unsere Arbeit gerade jetzt besonders zu unterstützen. 

Lassen Sie uns in dieser Zeit der Sorge die Menschen in Syrien und den Libanon nicht vergessen. Sie haben alles verloren, was ein Leben in Sicherheit und Würde ausmacht.


Ihnen möchte MISEREOR weiterhin beistehen - mit Ihrer Hilfe.

Spendenkonto

Pax-Bank Aachen 

IBAN:  DE75 3706 0193 0000 1010 10 

BIC:     GENODED1PAX

Misereor Fastenaktion der Familien

misereor_1_2019 (c) M. Gill

Kirche St. Pankratius, Köln-Worringen 09.03.2019

Tanzen in der Kirche? Eltern und Kinder mussten zweimal hinschauen, als manche Mütter und Väter zu den mitreißenden Rhythmen der Band Sin Fronteras fröhlich das Tanzbein schwangen. „So müsste Kirche öfter sein!“ bemerkten selbst die älteren Teilnehmer. Mit strahlenden Augen und wippenden Füßen verfolgten mehr als 120 Kinder und Erwachsene das vielfältige Programm, dass das Team der Erstkommunionvorbereitung mit Diakon Gill über Wochen in der katholischen Kirchengemeinde St. Pankratius Am Worringer Bruch in Köln vorbreitet hatten. Angefangen von der Dekoration mit einer 4m Leinwand, zahlreichen bunten Bannern, Plakaten der MISEREOR-Fastenaktion und dem Portrait des heiliggesprochenen Erzbischofes von San Salvador, Oscar Romero. Bis hin zu einem dreistündigen Programm.

misereor_9_2019 (c) M. Gill

Die Musiker von Juan Pablo Raimundo, einem Liedermacher aus El Salvador, der in Aachen lebt, stimmten das Publikum auf das 3-stündige Programm ein, dass unter dem Motto Fasten- Teilen – Beten stand. Diakon Gill berichtete mit einer Bilderschau von seiner Reise nach El Salvador mit der Multiplikatorengruppe des Erzbistums Köln im Oktober vergangenen Jahres. Dabei erzählte er von Stationen seines Lebens, wo er bewusst seinen Lebensweg in die Zukunft gestaltete. “Auch ich habe in meinem Leben Entscheidungen treffen müssen, ob ich bleibe oder gehe. Egal wie ich mich entschied, ich habe immer versucht etwas daraus zu machen, damit es auch für andere eine Zukunft gibt“ griff er das Motto der MISEREOR-Fastenaktion auf.

Fernando Arrue, ein 19-jähriger Jugendlicher aus der Einrichtung Juventud Integral El Sauce (JIES) in Sonzacate, El Salvador war der Ehrengast der Veranstaltung. Begleitet von Luzia Werbick von MISEREOR, begeisterte er binnen Sekunden die Kinder mit seinen bewegenden Worten und den „Dinamicas“, wie die Bewegungsspiele in der  Jugendeinrichtung genannt werden. So erfuhren die Zuhörer, wie er im Team der JIES Kindern präventiv hilft außerhalb der Jugendbanden ein zukunftsfähiges Leben zu gestalten, selbst eine Führungspersönlichkeit zu werden und damit zur Hoffnung der eigenen Familien zu werden.

Juan Pablo Raimundo präsentierte mit der Band in einem mitreißenden Konzert seine selbstgeschriebenen sozialkritischen Stücke, darunter auch seine Hymne „El Salvador“, die die Liebe zu seiner Heimat beschreibt.

misereor_3_2019 (c) M. Gill

Ulli Güsgen, stellvertr. Kitaleitung aus Worringen war mit einer Gruppe der Gemeinde beim Weltjugendtag in Panama und lud alle Anwesenden ein sich auf die drei anschließenden Workshops zu verteilen. Im ersten Workshop stellte Diakon Gill das MISEREOR-Hungertuch vor und überlegte mit den Teilnehmern eine Antwort auf den Titel des Bildes: „Mensch- Wo bist Du?“ Fernando Arrue und Ulli Güsgen vertieften mit den Teilnehmern des zweiten Workshops den Blick auf die Länder El Salvador und Panama und fanden Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Fetzige Rhythmen und ein neues Lied lernten die Teilnehmer des dritten Workshops bei Sin Fronteras.

Abschließend trafen sich alle wieder in der Kirche und feierten die Gäste und bedankten sich mit einem fröhlichen Mitmachlied!

Während viele mit einem Lächeln die Kirche verließen kehrte ein Kind zurück und kommentierte: „Ich wünschte meine Kommunion wäre auch so wie dieser Vormittag, es war so schön!“

Diakon Matthias Gill

Video zur Hungertuchkatechese

St. Pankratius am Worringer Bruch

Zentrales Pastoralbüro

St. Tönnisstr. 33
50769 Köln-Worringen

Montag - Dienstag: 10.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch geschlossen
Donnerstag: 10.00 – 12.00 Uhr und 15.00 – 18.00 Uhr
Freitag: 10.00 – 12.00 Uhr

Das Pfarrbüro ist derzeit geschlossen. Sie erreichen uns telefonisch täglich außer Mittwoch von 10-12 Uhr
Gerne können uns ihr Anliegen auch per Mail unter
pastoralbuero@pankratius.info 

übersenden.

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